Seiten

Mittwoch, 14. September 2011

Luftdicht verschlossen

Ein britischer Geologe plant, sich 48 Stunden lang in einem luftdichten Raum einschließen zu lassen. Den in der Zeit benötigten Sauerstoff will er allein aus speziell für dieses Experiment ausgewählten Pflanzen gewinnen. "Wir hoffen, dass wir den Zuschauern dadurch auf unwiderstehliche und aufschlussreiche Weise vermitteln können, wie wichtig Pflanzen für unsere Existenz sind", erklärt Andrew Thompson, der Produzent des britischen Senders BBC, der den Versuch mit der Kamera begleiten will. 
Lediglich 12 Quadratmeter groß ist der dafür ausgesuchte Raum, der mit einem Heimtrainer für genug Bewegung und einem PC ausgestattet sein wird. 
Das für die Pflanzen benötigte UV-Licht sollen Speziallampen liefern.

Donnerstag, 8. September 2011

Schwefelwasserstoff tötet Wildschweine

foto: Volker G.
Mehrere Dutzend Wildschweine wurden in Frankreich an einem Strand in der Bretagne tot aufgefunden. Wie bei der daraufhin eingeleiteten Untersuchung festgestellt wurde, erstickten die Tiere an von Algen produzierten Faulgasen. Die Ermittler der Umweltbehörde ANSES maßen am Ort des Todes Rekordwerte des hochgiftigen Gases Schwefelwasserstoff in der Luft.

Die hohe Konzentration der Algen an diesem Strandabschnitt ist auf die in der Gegend verwendeten Düngemittel zurückzuführen, die bei Regen ausgewaschen werden und ins Meer fliessen. Im Meer förderten diese Rückstände das Wachstum der Algen. Bis zu 3000 Milligramm Algen pro Kubikmeter wurden teilweise an Frankreichs Stränden gemessen. Dies reicht auch aus, um Menschen "quasi auf der Stelle", so die ANSES, zu töten, weshalb sie von Badestränden regelmäßig abgesammelt werden.

Dienstag, 6. September 2011

Erneute Sturmtote in Japan

Erneut hat Japan unter schweren Unwettern zu leiden. Mit mindestens 20 Toten rechnen die Behörden, die durch den Taifun "Talas" umkamen. 50 weitere Personen werden noch immer vermisst. Der Sturm hatte am Samstag mit einer Geschwindigkeit von über 100 Stundenkilometern den Westen Japans getroffen und etliche Erdrutsche und Überschwemmungen ausgelöst. Dabei wurden Häuser, Straßen, Fahrzeuge und Energiemasten weggespült oder komplett zerstört. Es fällt schwer zu glauben, dass ein Land das ständig mit katastrophalen Wetterbedingungen und Erdbeben zu kämpfen hat tatsächlich bei der Energiegewinnung bereit war, Schwerpunktmäßig auf die Stromerzeugung durch Kernkraftwerke zu setzen.

Donnerstag, 1. September 2011

Hurrikan über den USA


Gerade erst haben die Menschen in den USA den Wirbelsturm "Irene" überstanden, als sich auch schon ein Hurrikan, "Katja", ankündigt. Das US-amerikanische Hurrikancenter von Miami teilte jetzt mit, dass der erwartete Hurrikan auf die Kategorie 1 herauf gesetzt werden musste. Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern kann "Katja" entwickeln. Die Metrologen hoffen, dass der Hurrikan nach Norden driftet und das Festland größtenteils verschont.

Donnerstag, 25. August 2011

Hurrikan in Santo Domingo


Aufgrund eines schweren Hurrikans sind in Santo Domingo tausende Menschen obdachlos geworden. Über 7000 mussten ihre Häuser verlassen. Fast 800 von Ihnen fanden keine Unterkunft. Dazu kommt, dass zeitgleich starke Regenfälle die Gefahr von Überschwemmungen erhöhen. Für insgesamt 23 Regionen wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen, nachdem der Meeresspiegel um eineinhalb Meter gestiegen ist. In Puerto Rico zerstörte der Hurrikan außerdem die Stromversorgung, so dass 800.000 Menschen keinen Strom hatten.

Freitag, 19. August 2011

Neues Beben vor der Küste Fukushimas


Erneut wurde der Nordosten Japans von schweren Erdbeben heimgesucht. Das schwerste Beben fand rund 20 Kilometer vor der Küste, in der Nähe Fukushimas statt und erreichte eine Stärke von 6,8. Bereits hunderte Nachbeben mussten die Menschen dieser Region in den vergangenen Wochen, seit dem schweren Beben und dem zeitgleich wirkenden Tsunami am 11. März, erleiden. Die Behörden befürchteten, wie schon im März, eine durch das Erdbeben ausgelöste Tsunamiwelle. Auch für das bereits im März so schwer beschädigte Atomkraftwerk in Fukushima waren Meterhohe Wellen erwartet worden. Glücklicherweise bestätigte sich die Gefahr für dieses Mal nicht. Über mögliche Opfer und Schäden ist bisher nichts bekannt. Das japanische Wetteramt warnt aber, dass in den nächsten Tagen mit weiteren Nachbeben zu rechnen ist.

Mittwoch, 10. August 2011

Störfall in AKW Brokendorf

TBachner

In Schleswig-Holstein musste das AKW Brokendorf nach einem Zwischenfall abgeschaltet werden, nachdem sich am vergangenen Samstag Transformatoren des Kraftwerks aus nicht geklärten Gründen abgeschaltet hatten. Um die Ursache zu ergründen wurden Gasproben aus den Transformationen entnommen und das AKW vorläufig abgeschaltet. Das Atomkraftwerk war erst am 20. Juli nach einer ausführlichen, mehrere Wochen dauernden Jahresrevision wieder angeschlossen worden. Probleme hatte es dabei nach Angabe des Justizministeriums nicht gegeben.

Montag, 1. August 2011

Trüffel in Deutschland


foto/rdesai
Wie die Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft der Züricher Universität nach ihren diesbezüglichen Untersuchungen bekannt gab, wird sich vermutlich aufgrund der Klimaerwärmung der berühmte, teure und aufgrund seines guten Geschmacks sehr begehrte Trüffel-Pilz demnächst auch stärker im Norden Europas, inklusive Deutschlands ausbreiten. Bei einer Expedition mit sogenannten Trüffelhunden fanden die Klimaforscher in Süddeutschland 2 Kilo der begehrten Delikatesse.

Sonntag, 31. Juli 2011

Wälder absorbieren ein Drittel Kohlendioxid

Fast ein Drittes des weltweit durch Verbrennung entstehenden Kohlendioxids, wird von den Wäldern der Erde wieder in Sauerstoff umgewandelt, wie eine aktuelle Studie zeigt, die im Fachmagazin "Science" veröffentlicht wurde. Von den über acht Milliarden Tonnen CO² werden rund 2,4 Milliarden Tonnen durch Wälder absorbiert - allerdings mit sinkender Tendenz, da weltweit immer mehr Wälder gerodet werden. Josep Candel, Mitwirkender der Untersuchung erläutert; "Wenn wir morgen die Entwaldung stoppen würden, würden die existierenden Wälder und die, die gerade wieder aufgebaut werden, die Hälfte der CO2-Emissionen aufnehmen können". Es ist nicht die erste und sicher auch nicht die letzte Studie dieser Art. Allerdings wird sie bei den verantwortlichen Politikern auch nicht mehr Gehör finden, als in der Vergangenheit. Es sind vor allem die noch unberührten Wälder in Südamerika und Afrika, die den größten Anteil an der Luftreinheit haben. Sie sind allerdings auch am gefährdetsten, da es sich gerade in den dort liegenden Ländern nur die wenigsten Menschen leisten können, auf die Umwelt Rücksicht zu nehmen.

Samstag, 16. Juli 2011

Klage gegen Glühbirnen-Verbot


Am 26. Juli muss das Aachener Verwaltungsgericht in einem Fall entscheiden, der sich aus dem Glühbirnen-Verbot der EU ergeben hat. Ursprünglich als Witz gedacht, hatte ein Online-Händler Glühbirnen, die wegen ihres hohen Energieverlustes nicht mehr für die Beleuchtung zugelassen sind, als Miniheizung, unter dem Namen "Heatballs" verkauft. Da Glühbirnen 95 Prozent ihrer Energie in Form von Wärme abgeben, ist dies tatsächlich keine schlechte Idee, wie Halter von Reptilien und anderen Terrarientieren bestätigen können, die mit Glühbirnen schon lange ihre Terrarien zeitgleich heizen und beleuchten. 
Den Verkauf als Heizung jedoch hatte das Kölner Bezirksgericht untersagt, wogegen der Unternehmer Klage einreichte. Theoretisch müsste der Kläger diese auch gewinnen, da es bei einer 95%-igen Energieabgabe in Form von Wärme, keinen Grund für ein Verbot dieses Produktes als Heizung gibt.