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Freitag, 29. Juni 2012

Hohe Strahlenwerte in Fukushima

Im zerstörten Reaktor des japanischen AKW Fukushima konnten jetzt die Strahlenwerte ermittelt werden. Diese sind so hoch, dass ein dort arbeitender Mensch innerhalb weniger Minuten tödlich erkranken würde. Schon nach 20 Sekunden Aufenthalt wäre die zulässige Strahlendosis eines ganzen Jahres erreicht.

Deshalb wird der Abbau der verstrahlten Reaktoranlage mit Hilfe von Robotern durchgeführt werden, wie das Betreiberunternehmen Tepco mitteilte. In den Atommeilern der Anlage Fukushima war es aufgrund eines Erdbebens und Tsunamis, im

März vergangenen Jahres, zu einem Stromausfall und in Folge dessen zu einer Kernschmelzen gekommen. Das Reaktorunglück in Fukushima wurde inzwischen als schwerer eingestuft, als die bisher größte AKW-Katastrophe, in Tschernobyl.

Dienstag, 1. Mai 2012

Wölfe sind keine Gefahr für Nutztiere

Foto:Christian Jansky
Da es Beschwerden von Landwirten gab, die um ihre Tiere fürchteten, wurde das Fressverhalten der neu in Deutschland angesiedelten Wölfe untersucht. Wie sich heraus stellte, reißen Wölfe hier nur sehr selten Schafe oder andere Nutztiere.

Bei unter einem Prozent des Gesamt-Futterbedarfs, liegt deren Anteil, wie die Frankfurter Senckenberg-Gesellschaft für Naturforschung mitteilte. 96 Prozent ihrer Beute machen wild lebende Huftiere, wie Rehe, Rotwild, Wildschweine aus.

Weitere 3 Prozent sind Hasen und Kaninchen. Nutztiere fallen kaum ins Gewicht, zumal es erst rund 60 wild lebende Wölfe in Deutschland gibt. Diese waren seit Mitte des 19. Jh. hier vollkommen ausgerottet und wanderten erst vor einigen Jahren aus Polen wieder ein. Für Landwirte werden außerdem in den betroffenen Gebieten Schutzzäune von den Landesregierungen subventioniert. Kommt es doch einmal zu einem Verlust, wird dieser ersetzt.

Freitag, 27. April 2012

Grüne Wolke über Moskau

Foto: Bresson Thomas
Nachdem die Menschen in Moskau vergangenen Sommer, aufgrund der außer Kontrolle geratenen Flächenbrände, fürchten mussten, dass ihre Stadt von einer radioaktiv verseuchten Staubwolke eingehüllt wird, reagieren sie verständlicherweise sensibel auf unerwartete Naturphänomene.

Entsprechen besorgt waren die Einwohner, als in den vergangenen Tagen eine grüne Wolke über der russischen Hauptstadt schwebte. Da einige Menschen allergische Reaktionen zeigten, befürchtete man, dass die grüne Wolke das Ergebnis eines Chemieunfalls ist.

"Heute fühlten sich die Moskauer wie die Helden eines Katastrophenfilms über eine außerirdische Invasion", witzelte der Sprecher des Wetterdienstes, nachdem das Phänomen aufgeklärt war. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Wolke aus Pollen von Bäumen. Durch einen schnellen Temperaturanstieg hatten diese - noch in der Luft - zu keimen angefangen, was zu der ungewöhnlichen Farbe führte.

Montag, 2. April 2012

"Resterechner" zeigt Energieverschwendung

Weggeworfene Lebensmittel sind nicht nur finanziell ein Verlust. Was viele Menschen vergessen ist, dass der Anbau und die Verarbeitung der Lebensmittel Energie gekostet hat, die sinnlos verloren geht. Die Verbraucher-Initiative hat jetzt auf www.resterechner.de einen Online-Rechner eingestellt, auf dem sich jeder ausrechnen kann, wie viel ihn das gerade weggeworfene Lebensmittel gekostet hat und wie viel Energie dafür verschwendet wurde.

So kostet die Bereitstellung eines Rindersteaks beispielsweise genauso viel Strom, wie man für 56 Stunden am PC verbraucht. Die Verbraucherinitiative versucht mit dieser Aktion die Menschen ein wenig dafür zu sensibilisieren und langfristig schonender mit unseren Lebensmittel- und Energieressourcen umzugehen.

Sonntag, 11. März 2012

Heftige Waldbrände in Spanien

Aufgrund des anhaltenden Regenmangels in den spanischen Pyrenäen, ist ies inzwischen zu mehreren schweren Waldbränden gekommen. Gleichzeitig vier große Waldbrände muss die Feuerwehr derzeit im Norden des Landes bekämpfen. Bisher wurden durch das Feuer 1200 Hektar Waldfläche zerstört und die Behörden können noch nicht abschätzen, wann sie die Brände unter Kontrolle bringen können. Wie der spanische staatliche Wetterdienst mitteilte, leidet das Land unter dem trockensten Winter seit fast 60 Jahren.

Donnerstag, 8. März 2012

Kinder "verlernen" Wissen über Nahrungsherkunft

Nicht nur in Deutschland sinkt das Wissen der Kinder über die Herkunft und Entstehung unserer Grundnahrungsmittel. Wie ein Studie des Australischen Rats für Bildungsforschung (ACER) zeigte, glauben zum Beispiel viele Grundschulkinder in Australien, Joghurt würde auf Bäumen wachsen.

25 Prozent von 1000 befragten Schülern glauben, dass Joghurt pflanzlich entsteht. 75 Prozent gingen zudem davon aus, dass Baumwollsocken ein Produkt von Tieren sei. Jedes fünfte befragte Kind dachte, dass Nudeln von Tieren stammen und Rührei von Pflanzen.

Die nächste Vegetarier-Generation wird entweder schlicht verhungern, oder sie wird einfach nicht wissen, dass es keinen Würstchen-Baum gibt ;)

Dienstag, 6. März 2012

Schiff vor griechischer Küste gesunken

An der Küste bei Athen ist heute morgen gegen 9.30 Uhr ein griechisches Schiff gesunken. Das Schiff hatte rund 2000 Tonnen Schwer- und Dieselöl geladen, wie die Küstenwache mitteilte. Der Kapitän starb, während die übrigen zehn Besatzungsmitglieder gerettet werden konnten. Der genaue Grund für das Unglück ist noch nicht bekannt.

Die Küstenwache vermutet, dass das Schiff in der flachen Bucht, in der Nähe des Hafens von Piräus, mit einem am Boden liegenden, früher gesunkenen und bisher nicht geborgenen Schiff zusammen stieß. Glücklicherweise konnte bisher kein Leck im Schiff gefunden werden. Die Küstenwache hofft, dass das Öl abgepumpt werden kann, bevor die Gefahr des auslaufens besteht.

Freitag, 17. Februar 2012

Umweltverbände halten Fischfangquoten für zu groß


In Brüssel haben sich die Minister der EU-Staaten inzwischen auf die Fischfangquoten für 2012 geeinigt. Neu ist, dass aufgrund der Überfischung vor dem Westen Schottlands der Fang von Kabeljau in diesem Jahr untersagt ist.

Auch in der Nordsee wurden die genehmigten Fangmengen um ein Prozent, im Vergleich mit dem Vorjahr, verringert. In weniger belasteten Gewässern, wie beispielsweise vor Spanien, konnten die zulässigen Fangquoten dagegen stark erhöht werden. So stiegen die zulässigen Fangmengen für blaue Merlan um 500 und für Seeteufel um 110 Prozent.

Die EU-Kommission stützt sich bei ihren Entscheidungen auf wissenschaftliche Analysen, um das Aussterben einzelner Fischarten zu verhindern. Mitarbeiter von Greenpeace und dem WWF halten die derzeitigen Vereinbarungen für nicht ausreichend. Saskia Richartz von Greenpeace kritisierte in einem Interview; "Wenn es mit der Überfischung so weitergeht, wird es bald keinen Fisch, aber viele arbeitslose Fischer geben."

Samstag, 31. Dezember 2011

Zwischenfall in rumänischem AKW

Die Sicherheit von Kernkraftwerken, die nach Behauptung sogenannter Experten rein statistisch nur alle paar Tausend Jahre gefährdet ist, wurde jetzt nach einem Zwischenfall in Rumänien einmal mehr in Frage gestellt.

In einem Reaktor des Atomkraftwerkes im rumänischen Cernavoda wurde ein Leck im Kühlwassersystem gefunden, aus dem radioaktives Wasser austrat. Der Reaktor musste herunter gefahren werden. Das betroffene AKW ist erst seit 1996 in Betrieb.

Hier werden rund 18 Prozent des derzeitigen Strombedarfs Rumäniens erzeugt. Die staatliche Betreibergesellschaft "Nuclearelectrica" teilte mit, dass alle vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen während des Vorfalls korrekt funktioniert hätten, so dass kein weiterer Schaden entstand.

Dienstag, 22. November 2011

Neue Höchstwerte an Treibhausgasen in der Atmosphäre

Die Konzentration der Treibhausgase CO2 und Methan in der Atmosphäre, haben inzwischen neue Rekordwerte erreicht. Wie die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) bekannt gab, erhöhte sich der Anteil der CO2-Moleküle während des vergangenen Jahres um 2,3 ppm. In den zehn Jahren zuvor war der Anteil nur um durchschnittlich 2,0 ppm und während der neunziger Jahre um 1,15 ppm gestiegen.

Der WMO-Direktor Michel Jarraud warnte vor einer weiteren Belastung der Atmosphäre, da diese die Absorption der Sonneneinstrahlung vergrößert wodurch sich die globale Temperatur weiter erhöht. Kritisch sind auch die Werte von Distickstoffmonoxid (N2O). Dessen Konzentration in der Atmosphäre hat seit des Industriezeitalters um rund 20 Prozent zugenommen.

Die aktuelle Erhöhung der Belastung ist vorrangig auf die Nutzung von Stickstoffdünger im Ackerbau zurück zu führen. Treibhausgase werden das Hauptthema auf der am 28. November in Durban (Südafrika) stattfindenden UN-Klimakonferenz sein.